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ZEITGEFÜHL

Magazin für hochwertige
Mechanikuhren

Uhrenjournal

Die Privat Label Uhr

Gedanken zu Qualität, Preis und Individualität. Von Roger Kanzenbach

Wer mit seiner Uhr schwimmt, taucht, duscht oder auch im Garten arbeitet, braucht eine robuste und wasserdichte Uhr. Ich suchte für den Alltag eine mechanische Taucheruhr mit einer schwarzen Lünette und einem schwarzen Ziffernblatt von einer deutschen Firma mit Siegel „Made in Germany“ und mit meinem Namen, um nicht einer Markengemeinschaft beitreten zu müssen.

MARCELLO C Nettuno III Privat Label

Uschi und Marcell Kainz von der Firma MARCELLO C haben mir ihre Taucheruhr Nettuno III im bewährten Design mit meinem Logo gefertigt. Ich habe auf diese Uhr mehrere Wochen gewartet, denn eine gute Abstimmung mit meinen Wünschen war nötig. Ich wurde persönlich betreut und mit guten Vorschlägen bedacht.

Seit einigen Monaten trage ich die Uhr. Einerseits weiß ich, dass ich einen Preis bezahlt habe, der für die Leistung und Qualität angemessen ist. Anderseits habe ich ein Unikat mit meinem Namen.

Meine Uhr arbeitet mit einem Werk von der Schweizer Firma ETA SA Manufacture Horlogère Suisse, einem Schweizer Hersteller von Uhren, Uhrwerken und Ersatzteilen und ist dennoch eine deutsche Uhr.

Die Geschichte macht den Preis

Wir haben spannende Luxusuhren mit dem entsprechenden Markenimage vom Draufgänger, Gentleman oder Sportler. Uhren sind immer noch ein Statussymbol und Ausdruck der Persönlichkeit, obwohl viele auf die Uhr verzichten, weil das Smartphone immer dabei ist. Mein Fazit nach der Prüfung vieler Angebote ist, dass der oftmals geforderte Preis weder durch das Design oder durch den Gebrauchswert gerechtfertigt ist. Der Preis einer Luxusuhr wird auch durch das Markenimage bestimmt. Markenhersteller haben um ihre Produkte eine emotionale Geschichte geschrieben, die der Kunde mit Erlebniswert in der Boutique erwerben kann. Wer auf diese Geschichte verzichtet, wird kein Teil der Markengemeinschaft, zahlt jedoch weniger.

Markenimage und Individualität

Für Sammler und Selbstdarsteller ist die Marke entscheidend. Sammler hoffen auf die Wertsteigerung und Selbstdarsteller auf die Anerkennung ihrer Umwelt. Wer diese Motive bedient, kann keine Uhr mit eigenem Namen tragen. Wer sich auf die Kaufmotive Design, Funktionalität, Sachwert und Preis ausrichtet, möchte kein Mitglied einer Markengemeinschaft werden. Als Alternative bleibt das passende Produkt mit eigenem Namen. Der eigene Name steht für Individualität und Selbstbewusstsein.

Roger Kanzenbach
— 9.12.2013 —

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