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ZEITGEFÜHL

Magazin für hochwertige
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Uhrenjournal

Made in Germany – Hochwertige Uhrmacherkunst aus Deutschland

Wenn man an qualitativ hochwertige Uhren denkt, kommt man um den Begriff Swiss Made nicht mehr herum. Doch nicht nur in der Schweiz werden luxuriöse Exemplare gebaut, auch in Deutschland ist der ein oder andere Uhrenhersteller ansässig.

Der bekannteste Sitz für deutsche Markenuhren ist wohl Glashütte in Sachsen. Namhafte Hersteller wie A. Lange & Söhne, Nomos Glashütte, Bruno Söhnle und Union Glashütte sind dort ansässig und bilden das Fundament der nationalen Uhrenherstellung.

Union Glashütte

Betrachtet man die Geschichte von Union Glashütte, wird deutlich, wie traditionsreich diese ist. Auch Verbindungen und Beziehungen zwischen den einzelnen Unternehmen der Uhrenstadt kommen hier zum Vorschein. So ging Union einst aus der Firma Dürrstein & Co. hervor, welche wiederum von Johannes Dürrstein gegründet wurde. Außerdem handelte dieser damals mit der Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne und vertrieb als Einziger dessen Uhren.

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Bei den Uhren von Union Glashütte handelt es sich um besonders zeitlose, elegante Modelle. Dürrstein setzte es sich zum Ziel, diesen Luxus für jeden erschwinglich zu machen. Hierbei wird vor allem großer Wert auf die Präzision gelegt. Diese wird erreicht, indem jedes einzelne Produkt aus über 200 kleinster Komponenten von Hand zusammengesetzt wird. Das Design einzelner Produktlinien unterscheidet sich natürlich dennoch. Die Noramis greift beispielsweise die Aufmachung einer Armbanduhr aus den 50er und 60er Jahren auf, wohingegen die weibliche Sirona die Grenzen zwischen einem Schmuckstück und einer klassischen Uhr verschmelzen lässt.

Bruno Söhnle

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Eine weitere wichtige Marke aus Sachsen ist, wie vorangegangen erwähnt, Bruno Söhnle. Obwohl Söhnle sich seinen Traum von der eigenen Uhrenmarke erst an seinem 60. Geburtstag im Jahr 2000 erfüllt hat, ist der Name mittlerweile durchaus bekannt und gehört zu den ganz Großen der Branche. Trotz des späten Einstiegs in die eigene Marke hat Bruno Söhnle durch seine zahlreichen Positionen in der Uhrenindustrie wertvolle Erfahrungen und das nötige Know How gesammelt, um seine Produkte voran zu bringen. Die hergestellten Modelle sollen zudem immer die Tradition des Geschäftssitzes und moderne Komponenten miteinander vereinen, worauf er selbst viel Wert legt. Benannt werden die Modelle jeweils nach Städten, Musikstücken oder sogar Gottheiten. So gibt es von italienischen Orten wie Padua oder Milano und deutschen Städten wie Frankfurt, München oder Hamburg bis hin zu Taranis oder Idas vielfältige Namensvariationen, die die klassischen Armbanduhren zu etwas ganz Besonderem machen.

Junghans

Fernab von der Uhrenstadt Glashütte gibt es allerdings noch andere Orte, welche für ihre Uhrmacherkunst durchaus bekannt sind. Schramberg im Schwarzwald beheimatet den Uhrenkonzern Junghans, welcher 1861 von den Gebrüdern Junghans gegründet wurde. Zuerst produzierte dieser bloß Gehäuseteile für andere Hersteller. Wenig später gehörten auch Uhrwerke zur Produktpalette des Unternehmens, bis um das Jahr 1870 vollständige Uhren gebaut wurden. Seither gilt der Schwarzwald nach Sachsens Glashütte als die Uhrenmetropole Deutschlands. Erkennbar wird dies auch an den zahlreichen Museen und Kulturangeboten mit dem Hauptthema Uhren, die unmittelbar im Umkreis zu finden sind. Im nahe gelegenen Villingen-Schwenningen befinden sich beispielsweise das Heimat- und Uhrenmuseum, das City Rondell (ehemalige Uhrenfabrik Mauthe) sowie das Uhrenindustriemuseum.

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Die Uhren von Junghans setzen grundsätzlich eher auf den dezenten Stil um nach eigener Aussage die Persönlichkeit ihres Trägers zu unterstreichen. Hierbei ist die bekannteste Produktreihe wohl Max Bill. Bei diesen speziellen Modellen handelt es sich um Uhren, die von dem 1994 verstorbenen Schweizer Architekten und Künstler Max Bill entworfen wurden. Sie sind besonders dezent und elegant, wobei der Fokus stets auf ihrer eigentlichen Funktion liegt: der Zeit. Sie werden auch heute noch exakt nach dem damaligen Design hergestellt und sind dabei signifikant für den allseits bekannten Bauhaus-Stil.

Sinn Spezialuhren

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Sinn Einsatzzeitmesser UX

© Sinn Spezialuhren

Um eine Einzigartigkeit der Uhrenwelt zu skizzieren, kann auch die Manufaktur der Sinn Spezialuhren nicht unerwähnt bleiben. Zwar befindet sich der Hauptsitz, abseits der bereits benannten Orte, in Frankfurt am Main, doch auch hier wird das Wort Präzision groß geschrieben. Wie der Name schon sagt, stellt Sinn funktionsreiche Spezialuhren her, welche jeglicher Kälte und Hitze trotzen. Die vielen Taucher- und Fliegeruhren sind überaus robust und machen es absolut unnötig, sich um das Accessoire am Handgelenk zu sorgen. 24 Jahre nachdem die Firma 1961 von Helmut Sinn gegründet wurde, erlangte sie große Bekanntheit durch den Flug einer ihrer Uhren ins Weltall. Hier bewies sie, dass sie auch in der Schwerelosigkeit voll funktionstüchtig ist. Im Jahr 2015 bekam Sinn dann nach einer Ausschreibung den Auftrag, sämtliche Kampfschwimmer der Marine mit speziellen Taucheruhren auszustatten. Der Einsatzzeitmesser UX S befindet sich daher seitdem am Handgelenk eines jeden Kampfschwimmers. Spätestens hier wird deutlich zu welchen Leistungen die deutsche Uhrenindustrie fähig ist.

Fazit

Trotz der weitverbreiteten Meinung, dass die hochwertigsten und luxuriösesten Uhren aus der Schweiz kommen, sind viele namhafte Hersteller Deutschlands durchaus in der Lage diesen Konkurrenz zu machen. Die Tradition der deutschen Uhrenherstellung geht einher mit modernen Technologie- und Designaspekten, welche sich zu einzigartigen und edlen Zeitmessern vereinen.

Text von:
www.uhrzeit.org
Uhrzeit.org GmbH
Holzbrücke 7
20459 Hamburg


Fachgeschäft in der Hamburger Innenstadt:
Gänsemarkt-Passage
Gänsemarkt 50
20354 Hamburg

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