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Pequignet – Französische Uhrenmarke

Ein unabhängiger Uhren- und Schmuckhersteller, bei dem sich Schweizer Handwerkskunst und französische Eleganz zu einer spannenden Symbiose vereinen.

Bereits im Alter von 16 Jahren machte sich der Franzose Emile Péquignet mit der Uhrenherstellung vertraut. Erst ließ er sich zum Uhrmacher ausbilden, dann arbeitete er auch als Uhrendesigner und später als Vertriebschef einer größeren Uhrenfirma. Im Jahre 1973 war er überzeugt, mit all seinen inzwischen erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten das Wagnis eingehen zu können, sich den Traum von einer eigenen Uhrenmarke zu erfüllen, die er nach seinem eigenen Namen benannte. In den darauffolgenden Jahren machte er sowohl durch eine markante Linie von Herrenuhren als auch von Damenuhren auf sich aufmerksam. Ihm gelang nämlich das Kunststück, mit dem Modell Moorea inmitten einer üppigen Vielfalt der Designideen, wie sie im Uhrenbereich ohnehin gang und gäbe ist, trotzdem noch neue Impulse zu setzen: einmal durch eine ausgesprochen geschmackvolle Armbandkreation, aber auch durch solide Fertigungsqualität und durch ein stimmiges Gesamterscheinungsbild der Uhren. Schweizer Qualitätsuhren entbehren bekanntlich keineswegs der Eleganz, aber als Franzose hatte Emile Péquignet wohl noch ein zusätzliches Plus an Stilsicherheit und Ausgewogenheit zu bieten — wie man das ja auch von Cartier gewohnt ist.

Pequignet Moorea Chronograph

Mechanischer Chronograph Pequignet Moorea,
automatischer Aufzug, Edelstahlgehäuse, entspiegeltes Saphirglas, verschraubter Boden mit Sichtfenster aus Saphirglas, Kautschuklünette, Schraubkrone, wasserdicht bis 100 m,
Doppelfaltschließe aus Edelstahl

Bildrechte bei Pequignet

Gefertigt wurden die Uhren im Val de Morteau, das dem Schweizer Jura, also der traditionellen Hochburg der Uhrmacherkunst zuzurechnen ist, sich jedoch auf der französischen Seite befindet — nämlich wenn man von La-Chaux-de-Fonds aus bei Le Locle über die Grenze fährt. Mittlerweise hat Emile Péquignet das Unternehmen an Didier Leibundgut abgegeben, der mit neuem Elan und frischen Ideen auf dem bereits vorhandenen Markenimage weiter aufbauen kann. Dabei wird er von einer 47-köpfigen Belegschaft tatkräftig unterstützt.

Der neue Chef kommt übrigens ebenfalls aus Morteau und ist ein echter Uhrenliebhaber. Es handelt sich hier also nicht um eine dieser leider immer wieder üblichen Markenaufkäufe durch irgendeinen milliardenschweren Luxuskonzern. Ich behaupte nicht, daß so etwas grundsätzlich schlecht sein muß, denn manchmal kann dadurch eine alteingesessene Traditionsmarke vor dem Ruin gerettet werden und sie erhält die Chance zu einem Neustart, den sie aus eigener Kraft nicht mehr zustandegebracht hätte — aber schöner ist es natürlich, wenn ein Hersteller unabhängig bleibt und sich dadurch vor allem in seiner Modellpolitik auch in Zukunft völlig frei entfalten kann. Genau das ist hier der Fall, und umso mehr erfreut es mich, über eine derartige Marke berichten zu können.

In Deutschland wird die Marke durch den erfahrenen Repräsentanten Dieter Obert vertreten, der immer von neuem einen sicheren Instinkt für Uhrenhersteller beweist, die es wert sind, ins Rampenlicht der allgemeinen Aufmerksamkeit zu gelangen.


Der oben abgebildete Chronograph Pequignet Moorea mit Automatikwerk greift mit dem Gliederarmband den Stil der früheren Moorea-Modelle wieder auf, transferiert ihn jedoch in die kühlere, herbere Formensprache der heutigen Zeit, die auch vor auffälliger Größe nicht zurückschreckt. 42 mm als Gehäusemaße sind schon beachtlich; hinzu kommt die markante schwarze Lünette aus Kautschuk. Die eingeprägten römischen Ziffern entsprechen dabei exakt denen des klassischen Vorgängermodells aus der Mitte der 90er Jahre. Die wabenförmige Innenfläche des Zifferblatts ergänzt sich mit den wohlproportionierten, gut ablesbaren Zeigern und Indexen sowie dem hübschen EP-Logo zu einer ausgewogenen Gesamterscheinung, die Sportlichkeit mit Raffinesse verschmilzt.

Erhältlich ist die Uhr nicht nur in mehreren Stahlvarianten (also Lünette in schwarz/Stahl bzw. Zifferblatt scharz/Rhodium in allen vier Kombinationen), sondern auch noch in drei roségoldfarbigen Varianten. Ergänzt wird das Programm noch durch mehrere skelettierte Modelle, etwa das folgende:

Pequignet Moorea Skeleton

Pequignet Moorea Skeleton,
automatischer Aufzug, Edelstahlgehäuse,
entspiegeltes Saphirglas, verschraubter Boden mit Sichtfenster aus Saphirglas, wasserdicht bis 50 m,
Doppelfaltschließe aus Edelstahl

Bildrechte bei Pequignet


Als männlicher Uhreninteressent habe ich für die Bilder natürlich zuerst attraktive Herrenmodelle ausgewählt. Schaut man sich aber die zahlreichen von Pequignet angebotenen Damen-Modellreihen an, so könnte man mit vollster Berechtigung behaupten, es handele sich in erster Linie um einen Hersteller von Damenuhren. Da gibt es nämlich die Reihen Cameleone, Lady, Sorella und Massaï, aber darüberhinaus bietet Pequignet auch noch reine Schmucklinien an, die Ringe, Ohrringe, Arm- und Halsketten sowie weitere Accessoires umfassen. Die genannten Uhrenreihen für Damen ermöglichen es, mittels einer einfachen, patentierten Wechselvorrichtung verschiedenfarbige Armbänder einzusetzen, die von der Trägerin stets passend zur jeweiligen Gemütsstimmung oder Kleidung gewählt werden können.

Die Zifferblätter der klassisch-eleganten Linien Cameleone und Lady sind mit Perlmutt beschichtet. Ebenso verhält es sich auch bei den nachfolgend abgebildeten sportlichen Moorea-Damenchronographen:

Pequignet Moorea Damen-Chronograph

Pequignet Moorea Damen-Chronograph,
Schweizer Quarzwerk, Gehäusedurchmesser 38 mm,
Perlmuttzifferblatt, Schraubkrone,
Armband MOOREA mit Gelenkelementen auf Kautschuk,
wasserdicht bis 100 m, Doppelfaltschließe aus Edelstahl,
Varianten: Lünette und 8 Armbandelemente mit Diamanten,

Bildrechte bei Pequignet

Sämtliche Uhren von Pequignet verfügen über Schweizer Werke (mechanisch oder Quarz), werden in der Schweiz eingeschalt und die Gehäuseböden sind nicht gedrückt, sondern werden stets verschraubt oder aufgeschraubt. Die Garantiezeit erstreckt sich über die lange, kundenfreundliche Frist von drei Jahren.

Pequignet wurde bereits fünfmal der Cadran d'Or verliehen, das ist ein Preis, mit dem in Paris die besten exklusiven Uhrenkreationen aus der Schweiz, aus Frankreich und aus der ganzen Welt ausgezeichnet werden (3x in der Kategorie Prestige- und Luxusuhren, 1x in der Kategorie Sportuhren und 1x in der Kategorie Fantasieuhren).

Gerd-Lothar Reschke
— München, 27.6.2007 —

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