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Breitling – Die Uhr als Lustobjekt

Chronik der Uhrenfirma, die ihre Modelle unter dem Motto "Instruments for Professionals" mit grossem Erfolg vermarktet

Der vollständige, 7 Seiten und 4 Bilder umfassende Beitrag befindet sich im ZEITGEFÜHL-Uhrenbuch.

Chronik

Léon Breitling wird im Januar des Jahres 1860 in Saint-Imier in der Schweiz geboren.
Er gründet 1884 ein Atelier mit dem ambitionierten Vorhaben, Chronographen, Sekundenzähler und Komplikationen anzufertigen. Nachdem sich erste Erfolge einstellen, wechselt er nach La Chaux-de-Fonds.
Im Jahr 1914 stirbt Léon Breitling im Alter von 54 Jahren und vermacht die Manufaktur seinem Sohn Gaston. Dieser beginnt sich im Zuge der damals vehement einsetzenden Entwicklung der Luftfahrt für Fliegerei zu interessieren und stellt Überlegungen an, wie sich Uhren hierzu geeignet einsetzen lassen.
Weltweit erster Chronograph mit Drücker.

Breitling Premier Poussoir 1923

Breitling Premier Poussoir (1923)

Bildrechte bei Breitling

Nach dem Tod von Gaston Breitling im Jahre 1927 erbt Willy, sein einziger Sohn, die Firma. Er setzt die Entwicklungen seines Vorgängers fort.
Im Jahre 1936 präsentiert Willy Breitling ein Kaliber für einen Bordchronographen, der später von über 30 Luftfahrtgesellschaften verwendet wird.
Der erstmals lancierte Chronomat ist mit einem drehbaren Rechenschieber in Kreisform ausgestattet.
Der Navitimer wird präsentiert: ein Armbandchronograph, der durch seine Möglichkeit, eine korrekte Flugüberwachung zu realisieren, ein Bordinstrument ersetzen kann. Mit seiner Hilfe lassen sich Zeitmessung, Geschwindigkeitsberechnung sowie die Messung des Treibstoffverbrauchs durchführen. Der Navitimer wird zur offiziellen Fliegeruhr der Pilotenvereinigung AOPA auserkoren, deren Logo die ersten Modelle ziert.

Breitling Navitimer Airborne

Breitling Navitimer Airborne,
Chronograph, Rechenschieber-Lünette,
mit Haiband

Bildrechte bei Breitling

Die Firmen Breitling, Heuer-Leonidas, Hamilton-Büren und Dubois-Dépraz arbeiten in einem geheimen Projekt zusammen, um den weltersten Chronographen mit automatischem Aufzug zu entwickeln. Am 3. März 1969 stellen sie gleichzeitig in Genf, New York, Hongkong und Beirut ihr Produkt unter dem Namen Kaliber 11 "Chronomatic" vor. Aber bereits am 10. Januar desselben Jahres hat die Firma Zenith-Movado ihr eigenes automatisches Chronographenwerk, genannt "El Primero", also "der Erste", der Weltöffentlichkeit präsentiert. Während das "Chronomatic" nur 19.800 Halbschwingungen macht, schlägt der Konkurrent "El Primero" mit für damalige Verhältnisse ungewöhnlichen 36.000 Halbschwingungen. Beide Entwicklungen markieren, jede für sich, Spitzenleistungen der Schweizer Uhrmacherkunst.
Im Jahr 1962 entwickelt Breitling die Cosmonaute, die der Astronaut Scott Carpenter bei seiner Weltraummission mit der Kapsel Aurora 7 am 24. Mai 1962 trägt. Diese Uhr verfügt über ein 24-Stunden-Zifferblatt.

Breitling Cosmonaute

Breitling Cosmonaute
mit 24-Stunden-Anzeige und Flugrechenschieber

Bildrechte bei Breitling

Im Zuge der Quarzrevolution, die aufgrund des rapiden Preisverfalls zu einem Aussterben der Mechanikuhren führt, bringt Breitling noch einige Modelle mit Quarzwerk heraus, aber dann ereilt auch diese Marke, wie die meisten ihrer Konkurrenten, das jähe Schicksal: Sie gerät in akute finanzelle Bedrängnis. Unvermeidbare Konsequenz ist der Ausverkauf der letzten Bestände an eigenen Werken sowie Original- und Fertigungszubehör. Die Produktion muß eingestellt werden. Wenige Wochen später, im Mai 1979, stirbt Willy Breitling.
Der Industrielle Ernest Schneider, selbst ein begeisterter Pilot, kauft die Markenrechte und läßt Breitling wieder aufleben. Sitz der am 30. November 1982 amtlich registrierten neuen "Breitling Montres S.A." ist nun Grenchen.
Anschließend folgt ein jäher Wiederaufstieg im Zuge der Renaissance der Mechanikuhr. Daran beteiligt ist vor allem das 1984 vorgestellte Leader-Modell Chronomat, das mit seinem neuem Design und seiner auffallenden Erscheinung großen Anklang unter den Käufern findet. Dieser Chronograph mit automatischem Aufzug wurde für die italienische Fliegerstaffel "Frecce Tricolori" entwickelt und widersteht Beschleunigungen von bis zu 20 G.
Im Jahre 1995 erscheint die Emergency, eine speziell für Abenteurer und Forscher entwickelte Uhr mit Quarzwerk, die über einen eingebauten Miniatursender auf der Flugnotruffrequenz 121,5 MHz Kontakt mit der Außenwelt herstellen kann.
Der hohe Bekanntheitsgrad der Firma wird noch dadurch gesteigert, daß Breitling als Hauptsponsor der ersten Nonstop-Ballonfahrt um die Erde auftritt, die am 21. März 1999 erfolgreich abgeschlossen wird. Der Ballon Orbiter 3 des Schweizers Bertrand Piccard und des Briten Brian Jones erscheint mit dem Schriftzug "Breitling" drei Wochen lang in allen Nachrichten.
Zum 50. Jahrestag erscheint das Jubiläumsmodell Navitimer 2002, das, wie inzwischen sämtliche Uhren von Breitling, von der C.O.S.C. als Chronometer zertifiziert ist.
Eine weitere bekannte Uhrenreihe von Breitling trägt den Namen Montbrillant. Das aktualisierte Modell Montbrillant 1903 erscheint als Hommage an den historischen Flug der Gebrüder Wright am 17. Dezember 1903, der die Geburtsstunde der Fliegerei markiert.

Breitling Montbrillant 1903

Breitling Montbrillant 1903
automatischer Chronograph

Bildrechte bei Breitling

Zum 120. Jubiläum der Marke wird der Chronomat Evolution präsentiert, ein behutsam überarbeitetes Modell des legendären Klassikers von 1984.
Zum 125-jährigen Jubiläum wartet Breitling mit dem ersten hauseigenen Manufakturwerk auf, dem Säulenrad-Chronographenkaliber B01. Es verfügt über Chronometerzertifizierung und stattliche 70 Stunden Gangautonomie.

Breitling B01

Breitling Kaliber B01
automatisches Chronographenwerk

Bildrechte bei Breitling

Das Werk wird erstmals in einem überarbeiteten Modell des Chronomat eingesetzt: dem Modell Chronomat B01.

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