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       M A R K E N   

TAG HEUER

ZEITMESSUNG IM DIENSTE DES SPITZENSPORTS.

Hinweis: Den vollständigen, 9 Seiten und zahlreiche Bilder umfassenden Beitrag finden Sie im weiterZEITGEFÜHL-Uhrenbuch.

Durch ihren konsequenten Einsatz für die Zeitmessung im Spitzensport hat sich die Marke TAG Heuer eine klare Identität und einen hohen Bekanntheitsgrad geschaffen. Wer sich die Firmengeschichte genauer anschaut, wird mit einiger Überraschung feststellen, wie viele Innovationen im Bereich der Sportuhr von diesem Hersteller realisiert worden sind. Überzeugende Beispiele hierfür sind die Entwicklung des Mikrograph, mit dem bereits im Jahre 1916 Meßgenauigkeiten von 1/100 Sekunden erzielt werden konnten, sowie des Microtimers, mit dem 1966 auf elektronischem Wege in den Genauigkeitsbereich von 1/1000 Sekunden vorgestoßen wurde.

Nach diesen Pionierleistungen ist es in den 80ern und Anfang der 90er Jahre etwas leise um die Marke geworden. Inzwischen ist man dabei, das zu ändern. Nachdem mit der Kirium bewiesen wurde, daß man nicht nur gute Uhren bauen kann, sondern auch imstande ist, auf dem Gebiet des Uhrendesigns neue Impulse zu setzen, geschieht seit Mitte der 90er Jahre genau das Richtige: Eine Rückbesinnung auf jene Klassiker, durch die der Name Heuer seinerzeit bekannt und geschätzt worden ist.

Das gilt beispielsweise für die von Steve McQueen in seinem legendären Film Le Mans getragene Monaco, die zu den Modellen der Uhrengeschichte gehört, die jeder Kenner sofort wiedererkennt.

Das seit der Verbindung mit Zenith in Übernahme der El-Primero-Werkbasis lieferbare Calibre 36 (so genannt nach der hohen Schwingungszahl von 36.000 Halbschwingungen) bereichert eine neue Reihe von markanten Sportuhren-Klassiker, darunter etwa die ebenfalls legendäre Monza.

Chronik

1860 Edouard Heuer gründet im schweizerischen Kanton Bern in dem kleinen Städtchen St. Imier ein Uhren-Comptoir.
1882 Erstes Patent für die Verbesserung des neuChronographen-Mechanismus.
1887 Erfindung des heute noch von namhaften Uhrenmarken verwendeten Schwingtriebs.
1911 Präsentation des ersten Bordchronographen für Fahrzeuge Time of Trip.
1916 Der Mikrograph, die weltweit erste Stoppuhr mit einer Meßgenauigkeit von 1/100 Sekunden, wird zum Patent angemeldet.
1920 Heuer wird offizieller Zeitmesser bei den olympischen Spielen in Antwerpen. (Außerdem: Paris (1924) und Amsterdam (1928))
1950 Mareograph, weltweit erster Chronograph mit Gezeitenanzeige und Regattazifferblatt.
1964 Anläßlich der Rallye Carrera Panamericana Mexicana erscheint die Carrera als erster Chronograph mit funktionellem Zifferblatt. Für Jack W. Heuer, Urenkel des Firmengründers, lautet bei der Entwicklung dieses Modells das oberste Ziel, eine optimale Ablesbarkeit der Anzeigen zu erreichen. Zu diesem Zweck läßt er den Armierungsring im gewölbten Plexiglas mit einer Fünftel-Sekunden-Skala versehen. Dadurch vergrößert sich das Zifferblatt um fast 2 Millimeter.
Die Carrera wird zu einem der bekanntesten Sportchronographen der Uhrengeschichte.
1966 Jack W. Heuer präsentiert den Microtimer als erste kompakte und preisgünstige elektronische Stoppuhr mit 1/1000 Sekunden-Meßgenauigkeit.
3.3.1969 Chronomatic, das weltweit erste automatische Chronographenwerk mit neuMicrotor, wird der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Das Modell Monaco erscheint, als weltweit erster wasserdichter Chronograph im quadratischen Gehäuse.
1971-1979 Heuer wird von Enzo Ferrari zum offiziellen Zeitnehmer und Ausrüster in allen Zeitmessungsangelegenheiten der Scuderia Ferrari ernannt.
1975 Chronosplit, der weltweit erste Quarz-Armbandchronograph.
1976 Entwicklung des Systems ACIT (Automatic Car Identification und Timing System).
1980 Heuer ist offizieller Zeitnehmer der olympischen Sommerspiele in Moskau und der Winterspiele in Lake Placid.
1985 Firmenübernahme durch die TAG-Gruppe (Techniques d'Avant Garde).
1986 Entwicklung der Serie S/el (Sport/Eleganz).
seit 1992 Offizieller Zeitmesser der F.I.A. (Formel 1-Weltmeisterschaft).
1996 Die Marke besinnt sich auf ihre früheren Erfolgsmodelle und eröffnet mit einer Replika der Carrera die Reihe Heuer Classics Re-Edition.
1997 Einführung der avantgardistischen Serie Kirium, deren Äußeres durch den Designer Jörg Hysek gestaltet wurde.

Lancierung der Heuer Classics Re-Edition Monaco Limited Edition (5000 Stück).
1999 TAG Heuer gelangt zusammen mit neuZenith und neuChaumet unter das Dach der französischen LVMH-Gruppe (Louis Vuitton, Moët, Hennessy).

Einführung der Serie LINK.

TAG Heuer LINK Damenuhr

TAG Heuer LINK Damenuhr

Lancierung der Damenlinie alter ego.
2001 Einführung der Heuer Classics Targa Florio und Monza Calibre 36 Chronometer Chronograph sowie der Monaco Steve McQueen Edition.
2004 Die mit einem völlig neu konstruierten mechanischen Werk ausgestattete Konzept-Uhr Monaco V4 wird auf der Baselworld 2004 präsentiert. Das Grundprinzip der Kraftübertragung funktioniert bei ihr auf der Basis von 13 Zahnriemen anstatt, wie bei bisherigen mechanischen Werken, mittels Zahnrädern.
2005 Auf der Baselworld 2005 wird mit dem Calibre 360 Concept Chronograph der welterste mechanische Armbandchronograph mit einer Meßgenauigkeit von 1/100 Sekunde präsentiert. Er beinhaltet zwei verschiedene, über dieselbe Krone gesteuerte Uhrwerke, von denen eines ein automatisches Uhrwerk und das andere ein manuell aufgezogenes Chronographenwerk ist, das mit einer Amplitude von 360.000 A/h schwingt.

Gerd-Lothar Reschke
— München, ca. 2000/revidiert 6.6.2005 —

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