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ZENITH

DIE MANUFAKTUR MIT DEN PRÄZISIONSUHREN.

Hinweis: Den vollständigen, 8 Seiten und zahlreiche Bilder umfassenden Beitrag finden Sie im weiterZEITGEFÜHL-Uhrenbuch.

Chronik

1865 Gegründet wird Zenith im Jahre 1865 von Georges Favre-Jacot im jungen Alter von nur zweiundzwanzig Jahren, und zwar zuerst als "Fabrique des Billodes". Sitz der Firma ist der traditionelle Uhrmacherort Le Locle im schweizerischen Kanton Neuchâtel, der im Verlauf seiner Zugehörigkeit zum Königreich Preußen einen starken Aufschwung erlebt hatte und für seine große Zahl von hochqualifizierten Uhrmachermeistern bekannt ist.
1911 Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft mit Namen "Fabrique des Montres Zenith".
1929 Nach und nach sammelt Zenith begehrte Auszeichnungen für seine Präzisionsuhren, so etwa im Jahre 1929, als das astronomische Kew-Observatorium in England für eine Uhr von Zenith den Rekordwert von nur 0,6 Sekunden Gangabweichung je Tag ermittelt, wodurch sie die stattliche Zahl von 19.835 Mitbewerbern auf die Plätze verweist.
1969 Als Markstein der Uhrengeschichte gilt das Jahr 1969, denn am 10. Januar des Jahres stellt Zenith die seit 1967 mit höchster Geschwindigkeit vorangetriebene Neuentwicklung eines automatischen Chronographenwerkes, den legendären El Primero vor, und gewinnt damit das prestigeträchtige neuWettrennen mit Breitling und Hamilton-Büren.

Zenith Werk El Primero

Zenith Werk El Primero

Nachdem es zwischenzeitlich etwas still um dieses Werk geworden war, nicht zuletzt durch die Quarzkrise in den siebziger und achziger Jahren, gilt der "El Primero" mittlerweile als bekanntestes Werk seiner Klasse — den vergleichbaren Werken Lemania 5100 und Valjoux 7750 von ETA aufgrund seiner klaren, ästhetisch überzeugenden Konzeption, seiner hohen Schwingungszahl von 36000 Halbschwingungen pro Minute und seiner hohen Fertigungsqualität deutlich überlegen.
1994 Das extraflache Automatikwerk Elite wird vorgestellt und unterstreicht damit den Status der Marke als einer der wenigen echten Manufakturen.
1969-2004 In den sechziger Jahren gibt es eine Kooperation mit den Firmen Mondia und Movado, woraus 1969 eine Holding-Gesellschaft entsteht. Als weniger erfolgreich erweist sich die Übernahme durch den US-Elektrokonzern gleichen Namens, nämlich durch die Zenith Radio Corporation in Chicago. Ab 1978 ist Zenith im Besitz der Unternehmergruppe Dixi und befindet sich inzwischen zusammen mit den Marken neuTAG Heuer und neuChaumet in der französischen LVMH-Gruppe (Luxuswaren-Konzern Louis Vuitton/Moët Hennessy). Mit neuen Modellen wie den Reihen ChronoMaster Open, Port-Royal und den Damenkollektionen Star, Star Open sowie Baby Star wird die Marke neu ausgerichtet. In Ergänzung zu den Werken El Primero 400 und Elite 600 erscheinen weitere Manufakturwerke.
2004 Das Modell Chronomaster Open gewinnt Ende 2004 den „Grand Prix d’Horlogerie“ in Genf als beste Herrenuhr des Jahres.
2005 Zenith präsentiert die welterste mechanische Damenuhr mit Tourbillon.

Gerd-Lothar Reschke
— München, ca. 2000/revidiert 17.6.2005 —

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